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So haben Sie die möglichkeit, sich die Dateien runter zu laden und in aller Ruhe "Offline" zu lesen. Sie bräuchten allerdings den Acrobat Reader !
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Rechte der
Kranken &
Pflegever-
sicherten
Tipps zum Umgang mit Demenz-Kranken :
Die Pflege eines Demenz-Patienten ist für die betreffenden Menschen, seien es Familienangehörige oder professionelle Pflegekräfte, mit erheblichen Belastungen verbunden. Nicht selten schlägt sich dies in einer erhöhten Anfälligkeit für seelische und körperliche Erkrankungen bei den pflegenden Personen selbst nieder. Wir wollen daher im Folgenden ein paar Tipps geben, wie man Stress abbauen und krankmachende Verhaltensweisen bei der Pflege von Demenz-Patienten vermeiden kann. Nicht zuletzt hilft das wiederum
auch dem Patienten selbst.
 
Denken Sie immer daran, dass alle auftretenden Verhaltensveränderungen vom Kranken nicht willentlich gesteuert werden, sondern immer Folge einer organischen Störung im Gehirn sind. Der Patient will Sie also nicht absichtlich ärgern oder provozieren. Er kann einfach nicht anders.
 
Sie sollten nicht versuchen, alle Probleme bei der Pflege eines Demenz-Kranken selbst lösen zu wolllen. Irgendwann werden auch Ihre Kräfte erschöpft sein. Nehmen Sie statt dessen lieber frühzeitig alle Hilfsangebote an, die Ihnen die Pflege erleichtern können. Professsionelle Unterstützung finden Sie zum Beispiel bei Sozial- und Pflegediensten, Ärzten, Tagespflegestationen und Tageskliniken. Auch der
Austausch von Erfahrungen mit anderen Betroffenen kann helfen.
 
Informationen über Hilfsangebote oder Selbsthilfe- und Angehörigengruppen in Ihrer Nähe erhalten Sie über die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (u.a.). Wichtig ist: Der Pflegende sollte immer auch seine eigene Gesundheit und sein Wohlbefinden im Auge behalten. Sorgen Sie für regelmäßige Erholungspausen, in
denen Sie sich um sich selbst kümmern. Denn nur ein gesunder und zufriedener Pfleger kann auf Dauer
auch eine gute Pflege leisten.
 
Vermeiden Sie plötzliche Veränderungen in der täglichen Routine.
Verzichten Sie auf unnötige Machtkämpfe.
Überfordern Sie den Patienten nicht.
Versuchen Sie aber auch nicht, ihn übermäßig zu kontrollieren.
Versuchen Sie ruhig und geduldig zu bleiben.
Bewahren Sie den Respekt vor dem Kranken.
Behalten Sie Ihren Humor.
 
Wie Sie dem Patienten helfen können:
 
Haben Sie Verständnis dafür, dass der Kranke in seiner eigenen Welt lebt. Ermöglichen Sie es ihm,
seine Gewohnheiten beizubehalten.
Nehmen Sie die Gefühle des Kranken ernst.
Vermeiden Sie sinnlose Diskusssionen und unnötigen Streit.
Reagieren Sie möglichst gelasssen auf Gefühlsausbrüche des Kranken und zeigen Sie Verständnis für seine Situation.
Behandeln Sie den Demenz-Kranken nicht wie ein unmündiges Kind, bewahren Sie Respekt vor seiner Person und zeigen Sie ihm das auch.
Sorgen Sie für eine überschaubare und gleich bleibende Umgebung und einen beständigen Tagesablauf mit festen Regeln, an denen sich der Kranke orientieren kann.
Sprechen Sie möglichst in kurzen, einfachen Sätzen mit dem Patienten und unterstreichen Sie das Gesagte mit Mimik, Gesten und Berührungen.
Nutzen Sie die verbliebenen Fähigkeiten des Kranken und beschäftigen Sie ihn sinnvoll. Beziehen Sie den Kranken so weit wie möglich in die täglichen Abläufe mit ein, damit er ein Gefühl des Dazugehörens bekommt.
Sprechen Sie ab und zu auch mal ein Lob aus. Aber überfordern Sie den Demenz- Patienten nicht, da dies zu Angst und Zorn führen könnte.
Achten Sie auf das körperliche Wohlbefinden des Patienten. Dazu zählen die Körperpflege, eine gesundeErnährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr genauso wie regelmäßige Besuche beim Zahnarzt.
 
Wie Sie sich selbst das Leben erleichtern können:
 
Informieren Sie sich so umfasssend wie möglich über das Thema Demenz. Je mehr Sie wissen, um so sicherer werden Sie im Umgang mit dem kranken Menschen.
Arbeiten Sie mit Gedächtnisstützen, die dem Patienten und Ihnen selbst den Tagesablauf einfacher gestalten können:
Legen Sie eine Liste mit wichtigen Telefonnummern immer neben das Telefon.
Kennzeichnen Sie alle Türen des Hauses mit Namensschildern oder den entsprechenden Bezeichnungen wie Toilette, Badezimmer, Küche.
Befestigen Sie an der Ausgangstür eine Checkliste von Dingen, die vor dem Verlassen des Hauses zu erledigen sind.
Legen Sie dem Patienten die Kleidungsstückezum Ankleiden morgens schon zurecht.
Befestigen Sie die Brille des Patienten an einer Halskette.
 
Wie Sie sich selbst helfen können:
 
Denken Sie auch an sich selbst! Sie brauchen Erholung und Ausgleich. Verschaffen Sie sich genügend Freiraum für Ihre eigenen Interessen, und machen Sie sich deshalb kein schlechtes Gewissen. Nehmen Sie Hilfen von außen an, wo immer sie sich bieten.
Sprechen Sie mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Sie befinden. Tauschen Sie Erfahrungen aus und lernen Sie daraus, wie sich eventuelle Probleme bewältigen lassen.
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